DBN: Mit Schwarmfinanzierung zum Musikvideo

Das Jammern der Musikindustrie ist allgegenwärtig, insbesondere bei elektronischer Musik. Allein durch den Vertrieb eigener Produktionen lässt sich kaum noch Geld für die Sonntagsbrötchen verdienen. Kaum ist ein Track produziert, macht er auch schon auf illegalen Plattformen seine Runde. Da bleiben einem nur noch massig stressiger Liveauftritte übrig, wenn man zu den Sonntagsbrötchen auch noch ’ne Scheibe Käse auf der Schrippe haben möchte.

Kreativität ist also gefragt, wenn man nicht mit der Masse elektronischer Musiker schwimmen möchte. Zum Beispiel ein richtig bockstarkes Musikvideo, bei dem nicht nur rhythmisch zuckende Gogos vor einer grünen Bluebox tänzeln. Ein Paradoxon, welches ich übrigens bis heute nicht verstanden habe…also grün und Bluebox. Anderes Thema…

Für das neue Musikvideo „Whoop“ greifen die Jungs vom DJ und Produzenten-Trio DBN nun auf Crowdfunding zurück. Das Prinzip ist schnell erklärt. Sämtliche Supporter (Fans, Freunde, Family & Co.) machen dafür die Taschen auf und legen einen Batzen Kohle zusammen. Im aktuellen Fall müssen mindestens 2.500 Euronen zusammenkommen, damit das Projekt umgesetzt wird. In Abhängigkeit der „Spende“ gibt es als Dankeschön z.B. Sticker (5€), Jutebeutel (10€) oder iPhones Cases (15€). Wer 500€ in die virtuelle Runde wirft, bekommt die drei sympathischen Rabauken für einen hippen Wohnzimmer-Gig sogar nach Hause. Und das ist im Vergleich zu den üblichen Gagen mal ein richtiges Schnäppchen.

Wer die Herren auch supporten möchte, schon immer mal Statist in einem Musikvideo sein wollte oder lediglich ein neues iPhone Case braucht, sollte sich die Projektseite von DBN bei startnext. Dort kann man auch schon mal in den Track reinhören.

UPDATE:

Ganz vergessen. Das Video ist mittlerweile, seit dem 4.12.2012 (ja, ich bin etwas langsam) fertig. Hier noch das Making-Of…

…und hier das fertige Werk!

DBN – Whoop

3 Kommentare

  1. Jeff Bridges sagt:

    Es gibt Bluescreen und Greenscreen.
    Bluescreen wurde ursprünglich häufiger verwendet, da Blau am weitesten entfernt ist vom Farbton der menschlichen Haut. Später, gerade im digitalen Zeit des Films verwendet man häufiger Grün, da es eine viel höhere Luminaz hat. Generell kommt es aber immernoch auf das Setting an: So wird Superman sicherlich vor Greenscreen und Geen Lantern vor Bluescreen herumfliegen – so gibt es neben einer Bluebox auch eine Greenbox. Check!

  2. Thomas sagt:

    Mit Crowdfunding kann man mittlerweile doch einiges erreichen. Mit der richtigen Idee, einem guten Projekt, finden sich schnell Geldgeber, die das Projekt unterstützen und finanzieren. Darauf greifen mittlerweile doch immer mehr Menschen zurück.

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